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Sachsenmeisterschaften: Erfolgreiche Medaillenjagd im Erzgebirge

veröffentlicht um 04.03.2015, 05:17 von Toralf Richter   [ aktualisiert: 04.03.2015, 05:18 ]

Bei der Sachsenmeisterschaft in Holzhau waren jeden Tag rund 400 Skilangläufer am Start. Es waren fast perfekt organisierte Wettkämpfe, für die Aktiven aus Mittelsachsen gab es fast 50 Medaillen.

Bericht in der Freien Presse - Mittelsachsen von Steffen Bauer:

Holzhau - Für einige Aktive bei den 25. Sachsenmeisterschaften im Skilanglauf wurde es am Wochenende etwas nostalgisch: Sie gingen mit Leibchen in die Spur, die noch aus DDR-Zeiten stammen. "Wir hatten einfach nicht genügend Startnummern", erklärt Uwe Lachmann, der Vorsitzende der gastgebenden SG Holzhau, schmunzelnd das Kuriosum. Denn der Skiverband Sachsen (SVS) als Veranstalter war von großen Resonanz mit insgesamt über 1000 Starts an drei Wettkampftagen ebenfalls überrascht und hatte zu wenig Nummern im Gepäck. "Mit so einem Andrang hatten wir echt nicht gerechnet", sagt Ronny Kaiser, der Generalsekretär des SVS. Bei den vergangenen Titelkämpfen habe die Anzahl stets ausgereicht, schmunzelt auch der 43-Jährige, der seit knapp sieben Jahren zum Präsidium des sächsischen Verbandes gehört.

Doch die Holzhauer Ausrichter konnten letztlich auch dieses Problem lösen: "Wir haben in unserm Fundus zum Glück noch ein paar alte Startnummernsätze", sagt Lachmann. Die waren zwar aus Baumwolle, erfüllten ihren Zweck jedoch trotzdem, sodass schließlich alle der rund 400 Aktiven pro Wettkampftag mit einer Nummer versehen werden konnten.

"Großes Lob an die SG Holzhau", sagt SVS-Generalsekretär Kaiser. "Das war eine ganz tolle Veranstaltung." Der Verein hatte sich bereits mehrfach um die Ausrichtung der Sachsenmeisterschaft beworben, zuletzt mussten die Titelkämpfe im Vorjahr aber kurzfristig nach Oberwiesenthal verlegt werden, da in Holzhau der Schnee nicht reichte. Umso so glücklicher sei man jetzt, sagt Kaiser: "Wir hatten zu diesem späten Termin richtig tolle Bedingungen." Auch für die Region sei es eine gute Werbung gewesen, so der Vogtländer. Zuletzt hatte der SSV Sayda 2009 die Sachsenmeisterschaften im Langlauf ausgerichtet.

Sportlich konnten die Aktiven aus Mittelsachsen ihren Heimvorteil nutzen. Insgesamt gab es zehn Sachsenmeistertitel, 17-mal Silber und 13-mal Bronze in den beiden Einzelentscheidungen. Dazu kam siebenmal Edelmetall (dreimal Gold) bei den Staffeln. Gleich doppelt zu Meisterehren kamen Isabel Jakob vom SV Großwaltersdorf, die sowohl die 5 km Freistil als auch klassisch gewann, sowie bei den Herren Tom Reichelt (Pulsschlag Neuhausen/H 31) und Stephan Koch (ESV Nassau/ H 51). Je einmal durften Luca-Marie Prezewowsky (AK 15) und Gerald Freyer (H 56/ beide Neuhausen), Kevin Zemmrich (H 21) und Dietmar Fröhlich (H 71) vom SSV Sayda sowie Mario Georgi (SG Holzhau) aufs oberste Treppchen klettern. Bei den Herren ging es über jeweils 10 km im freien und im klassischen Stil. Für die Holzhauer Gastgeber hatten zudem Johanna Mende (AK 16) und die Staffel der AK 14/15 Silber gewonnen.

Man sei rundum zufrieden und glücklich, sagt SG-Chef Uwe Lachmann. Sowohl über die guten Ergebnisse, vor allem aber, alles gemeistert zu haben. "Es waren rundum gelungene Wettkämpfe." 50 Kampfrichter und Helfer aus dem Verein waren dabei im Einsatz, und das teilweise bis tief in die Nacht, wenn noch die Startlisten aufgestellt und die Nummern vorbereitet werden mussten. Dazu kamen Feuerwehr und Bergwacht, die mithalfen, die Titelkämpfe abzusichern, lobt der Vereinschef. "Alle haben einen sehr guten Job gemacht."

Lob gab es auch von den Gästen aus ganz Sachsen und den Trainern. "Eine sehr gut organisierte Meisterschaft", sagt Toralf Richter, der Leiter des Landestützpunktes Ski nordisch Mittelsachsen/Osterzgebirge. Vor allem die Unterstützung der Gemeinde und die langfristige Vorbereitung seien beispielhaft, so Richter. "Die Holzhauer haben Maßstäbe gesetzt."