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Stimmungsvolle Siegerehrung der Winter-JTE 2013

veröffentlicht um 24.04.2013, 05:28 von Toralf Richter   [ aktualisiert: 05.05.2013, 06:29 ]
Mit der Siegerehrung ist die diesjährige Junior Trophy Erzgebirge zu Ende gegangen. Vor 150 Gästen wurden die besten Skilangläufer der Nachwuchswettkampfserie geehrt, die sechs Vergleiche umfasste. Neben Medaillen wurden dabei auch Spenden gesammelt. Reichlich 900 Euro kamen zusammen, die nun an den Olbernhauer Chirurgen Armin Friedrich übergeben wurden. Er engagiert sich in Tansania seit vielen Jahren für benachteiligte Kinder. Der Arzt stand zunächst im Mittelpunkt der Auszeichnungsveranstaltung, als er den jungen Sportlern von seinem erst wenige Wochen zurückliegenden Besuch in dem afrikanischen Land erzählte. Dort hätten sich Kinder außerhalb der Schulzeit spontan in einem Klassenraum versammelt, weil dort nun eine Solaranlage für Licht sorgt. Finanziert wurde die Technik zum Teil mit der Junior-Trophy-Sammelaktion aus dem Vorjahr, so Friedrich. Der Arzt klärte über die Bedingungen in Tansania auf, wo im Februar bei Temperaturen um 35 Grad Celsius Sommer ist. Kindergärten seien den meisten Mädchen und Jungen dort unbekannt. Dafür kennen sie die Prügelstrafe, etwa für eine unsaubere Schuluniform. Da eine Klasse um die 100 Schüler umfasst, müssten viele von ihnen auf dem Fußboden sitzen. In diesen Minuten war es still in der sonst lauten Marienberger Turnhalle.
Heiterkeit kam erst auf, als die besten Sportler geehrt wurden. Sie hatten im Winter bei Sprint- und Distanzläufen, aber auch bei Bergrennen und auf Abfahrtskursen Punkte erkämpft.
Das Konzept der Wettkampfserie ist auf Vielseitigkeit ausgelegt und wird deshalb vom Landesverband gelobt. „Die Junior Trophy ist ein absoluter Höhepunkt“, erklärte Ronny Kaiser, der Geschäftsführer des Skiverbandes Sachsen. Um „bei den Kindern die Begeisterung für den Sport zu wecken“, sollte es auch in anderen Regionen Sachsens ähnliche Serien geben. Die Junior Trophy Erzgebirge geht schon am 11. Mai mit dem Steinkuppen-Crosslauf in Holzhau in den Sommerteil über. Dann stehen die Sportarten Laufen, Schwimmen, Radfahren und Inliner-Fahren auf dem Prüfstand.
Dieser Artikel, vom Matthias Leipnitz, erschien am 24.04.2013 in der Freien Presse / Lokalausgabe Marienberg.
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