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Kinder helfen Kinder

Die Veranstalter und Teilnehmer der Junior-Trophy unterstützen seit dem Jahr 2010 Kinder in Afrika. Inzwischen sind viele hundert Euros in Afrika angekommen...

Darum geht es in unserem Hilfsprojekt:

Bild zum Projekt "Kinder helfen Kinder"
Was für deutsche Kinder oft selbstverständlich ist, ist für Kinder im Tansania meist ein nie erfüllbarer Wunsch. Dort wollen wir ansetzen. Als Partner haben wir dafür den Chirurgen am Olbernhauer Krankenhaus Dr. Armin Friedrich gewinnen können. Dr. Friedrich engagiert sich seit vielen Jahren für Kinder in Tansania. „Ich kenne einige zuverlässige Leute vor Ort, die sich um die Sache kümmern, jede Hilfe kommt vollständig an“, verspricht der Arzt. 
Unterstützt wird durch Dr. Friedrich derzeit eine weiterführende staatliche Sekundarschule (Klassenstufen 8 - 11) im äußersten Süden des Landes am Rande von Mbesa. Mbesa ist ein zentrales Dorf mit 6500 Einwohnern, das 40 Kilometer von der Grenze zu Mosambik und 350 Kilometer von der nächsten Asphaltstraße entfernt liegt. Die im Einzugsgebiet der Schule liegenden Orte sind bis zu 15 Kilometer entfernt. Etwa 500 Schüler werden von derzeit vier Lehrern betreut. 150 Schüler leben wegen der großen Entfernung zum Heimatdorf im Internat der Schule. Übernachtet wird in großen Gemeinschaftssälen. Der Großteil der Schüler muss jedoch zweimal täglich oft mehr als fünf Kilometer zur Schule und zurück laufen. Ein Fahrrad ist ein seltener Luxusartikel.
Der Unterricht erfolgt überwiegend in englischer Sprache, was für viele Schüler oft ein großes Lernhindernis darstellt, da die Primarschule (Klassen 1 - 7) kaum Voraussetzungen für den englischen Grundwortschatz schafft. Es gibt in der Schule nicht ausreichend Wörterbücher. Unterrichtet wird Mathematik, Physik, Chemie, Englisch, Suaheli, Biologie, Geographie, Sozialkunde, Religion, Geschichte und Sport. 
Die Schulgebühr beträgt pro Jahr umgerechnet 60 Euro – der Jahresverdienst eines Arbeiters bei Vollbeschäftigung liegt bei etwa 500 Euro. Viele Eltern haben aber überhaupt keine Anstellung und damit auch keinerlei Möglichkeit des Gelderwerbs. Vielen Kindern bleibt deshalb eine weiterführende Bildung versagt. In den Dörfern der Umgebung gibt es keinen Strom, keine Wasserleitung und keine öffentlichen Verkehrsmittel. Die Kinder haben nach 18 Uhr, wenn das Tageslicht schwindet, bestenfalls bei Kerzenlicht – wer es sich leisten kann – die Möglichkeit zu lernen. Es fehlt an Geld, Gebäuden und sonstiger Infrastruktur. 
Ein Lehrer kann von seinem Gehalt nicht leben, er ist auf einen Nebenerwerb, meist die Landwirtschaft, angewiesen. Die Kinder wissen aber, wer kein gutes Schulwissen hat, kann niemals einen der sehr raren Berufe in den großen Städten des Landes erlernen. Mit Stand 2003 konnten 78 Prozent der über 15-Jährigen Tansanianer lesen und schreiben, was für den afrikanischen Kontinent eine der höchsten Alphabetisierungsraten ist. Sie wollen lernen. 
Wir werden zu jeder Veranstaltung eine Spendenbüchse bereithalten und vieleicht habt ihr ja vom Taschengeld den einen oder anderen Euro über, oder auf ein Eis wird verzichtet...?